Eingewöhnungsphase

Für die Eingewöhnungsphase teile ich den Ablauf für die Kinder in vier Schritte ein. 

Grundphase:
Die Eltern kommen mit den Kind zusammen zu mir und bleiben ca. 1 bis 2 Stunden. In dieser Zeit versuche ich mich dem Kind anzunähern, ohne dass es sich bedrängt fühlt. Die Eltern verhalten sich zurückhaltend, bleiben jedoch in der Nähe, um dem Kind das notwendige Gefühl von Sicherheit zu geben. 
In den ersten drei Tagen findet KEIN Trennungsversuch statt. 
Erster Trennungsversuch / Entscheidung Dauer der Eingewöhnungszeit:
Am vierten Tag fällt die Entscheidung über die Dauer der Eingewöhnungszeit. Die Spanne liegt zwischen 2 und 4 Wochen. Manchmal geht es schneller, manchmal dauert es aber auch länger. Entscheidend ist, wie das Kind auf den ersten Trennungsversuch reagiert. Dabei verabschieden sich die Eltern einige Minuten nach der Ankunft von dem Kind und verlassen den Raum. Sie bleiben aber in der Nähe der Tür. Verhält sich das Kind nach anfänglichem Protest gelassen und wendet sich seiner Umgebung zu, so kann diese erste Trennungsperiode auf ca. 30 Minuten ausgedehnt werden. Besonders hilfreich ist es, wenn die Kinder einen Gegenstand dabei haben, der sie an Zuhause erinnert, das kann ein Schmusetuch, ein Kuscheltier oder Ähnliches sein.  
 
Zweiter Trennungsversuch: 
Erst ab dem 7. Tag findet ein erneuter Trennungsversuch statt. Wenn ich als Tagespflegeperson eine “Bezugsperson” für das Kind darstelle, werden in den nachfolgenden Tagen die Zeiträume ohne Eltern vergrößert. Diese bleiben jedoch weiterhin in der Nähe der Tagespflegestelle.
Schlussphase:
Alle Aufgaben sind in meine Hände übergegangen. Die Eltern halten sich nicht mehr in der Tagespflegestelle auf. Jedoch sind sie jederzeit telefonisch erreichbar. Zeichen einer gelungenen Eingewöhnung ist es immer, wenn sich das Kind von mir als Tagespflegemutter trösten lässt und auch selbständig den Kontakt zu mir sucht. Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind mich als sichere Basis und weitere Bezugsperson akzeptiert hat.